Wir in den Medien - ISEK- Ortbegehung

PNP,  11. 09. 2015 über unsere Ortsbegehung

Salzweg. Leerstände und fehlende fußläufige Nahversorgung, Neues beim einstigen HL-Markt, die Verlegung der Einmündung Passauer Straße/Büchlberger Straße, mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger: Diese Themen hat der "Frische Wind Salzweg" bei einem Rundgang durch den Ort im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) mit Bernd Sluka, Vorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD), diskutiert.

Verkehrsberuhigter Bereich im GesprächStart- und Zielpunkt der Ortsbegehung war die ISEK-Halle im Ortskern. Sluka hatte für die Gemeinde im Vorfeld des Ortstermins Messungen vorgenommen, zum Beispiel bezüglich des Verkehrsaufkommens und der Geschwindigkeiten auf der Passauer und Frankldorfer Straße.

Die Gruppe thematisierte die Verlegung der Einfahrt der Passauer Straße in die Büchlberger Straße mit einer abknickenden Vorfahrt. Dies könne für Fußgänger problematisch sein, "da dann rechtlich Querungshilfen erschwert wären", resümierte Gemeinderätin Elisabeth Sanladerer-Fuchs, Vorsitzende des "Frischen Winds". Handlungsbedarf ergibt sich aus Sicht des "Frischen Winds" auch bei vielen Straßeneinmündungen in Wohngebiete, die allzu großzügig gestaltet seien. Hier solle man nach und nach Aufweitungen zurücknehmen. Dies könne im Zuge turnusmäßiger Straßensanierungsmaßnahmen geschehen.

Verkehr beziehe neben Autos ausdrücklich auch Fußgänger und Radfahrer mit ein, betonte Sluka. Um eine zeitgemäße Ortsentwicklung voranzutreiben, "braucht es starke Befürworter für die Belange von nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern". Die Anwesenden schlugen vor, einen verkehrsberuhigten Bereich zu schaffen. Dabei werde weitgehend auf Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen verzichtet. Die Verkehrsteilnehmer seien gleichberechtigt. Der öffentliche Raum werde aufgewertet und soziales Leben könne sich neu entwickeln. Sie favorisierten zudem die Einrichtung einer Spielstraße im Siedlungsgebiet.

Mehr Sicherheit für Radfahrer ermögliche die Schaffung eines 1,50 Meter breiten Schutzstreifens bergauf an der Passauer Straße. Auch beim Landratsamt sei die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Sluka schlug vor, eine Überquerungsstelle mit Mittelinsel einzurichten. Fahrbahnversatz könne zur Reduzierung der Geschwindigkeit beitragen. Insgesamt ließe sich der Radverkehr innerorts durch Wegmarkierungen auf Siedlungsstraßen stärken, zum Beispiel mit Hinweisen zu Kindergarten, Kinderkrippe und Schule. − tw

Quelle: Passauer Neue Presse

 

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