Passauer Manifest

 

…..Passauer Manifest 2018….. im Oktober  2018     

 

FÜR Integration und Spurwechsel  -  Gegen Abschiebungen

 

Wir sind entsetzt über die derzeitigen und anhaltenden Vorgehensweisen im Umgang mit Flüchtlingen hier – in Bayern.

Wir protestieren gegen die Abschiebungen junger Männer ins Kriegsland Afghanistan. Die Äußerungen der bayerischen Staatsregierung und des Bundes-Innenministeriums zu den derzeitigen Abschiebungen sollen anscheinend der Öffentlichkeit demonstrieren:„Wir tun doch was“. Das Geld für die Flüge nach Kabul in ungefährer Höhe von jeweils 300.000 € für 14-69 junge Menschen mit 50-100 Begleitpersonen sollte doch besser HIER aufgewendet werden für die Integration. Diese Abschiebungen erzeugen Angst und Schrecken („shock and awe“!)  bei vielen hundert hier lebenden Afghanen, die in ständiger Angst vor Abschiebung  -auch von Freunden-   leben müssen. Die Folge sind deutlich höhere Zahlen von Re-Traumatisierungen dieser Menschen. Auch für die Engagierten in den Helferkreisen wirkt dieses Vorgehen schockierend und absurd.

Wo ist das Problem, wenn junge Menschen per Asylantrag hierher kommen und jetzt die „Spur“ wechseln in reguläre Arbeitsverhältnisse mit Bleiberecht? Sie helfen doch UNSEREM Gemeinwesen = Staat, vorhandene freie Arbeitsplätze zu besetzen und werden so zu positiven Mitgliedern unserer Gesellschaft. Sie zahlen in die Sozialkassen ein und arbeiten an unserem gemeinsamen Wohlstand mit. Vertreter von IHK und Handwerkskammer sehen das laut Zeitungsberichten genauso. Die aktuelle Abschiebepraxis wirkt wie Rassismus gegenüber Menschen, die arbeits- und integrationswillig sind und nur aufgrund Ihrer Herkunft abgeschoben werden.   Was ist aus dem „EINE-WELT-GEDANKEN“ geworden?

Wir sind tief besorgt um die Idee eines dynamischen Europas der Offenheit und Rationalität, eines Europas der Menschenrechte und der Toleranz, eines Europas - entstanden auf den Schultern des Christentums, der jüdischen und muslimischen Traditionen. So viel Geschichtsvergessenheit über die positive Rolle vom Zusammenwirken vieler Kulturen bei uns ist äußerst schmerzhaft! Wir können Europa nicht verteidigen mit Mitteln und Vorgehensweisen, die unseren Grund-Ideen widersprechen!                             

 

Wir werden uns weiter einsetzen für die Achtung der Menschenwürde aller, die in unserem Land leben.

 

Ein Bündnis von Menschen mit bürgerschaftlichem Engagement für die Zukunft aller Menschen in unserem Land und in der einen Welt.

 

Erstunterzeichner:  

 

Christian Domes, Dipl.Theol,  3. Bürgermeister und Asylbeauftragter der Gemeinde Salzweg /  Walburga Wieland, langjährige Vors. des Frauenbundes und sozial engagiert/ Helferkreis Asyl, Salzweg / Josef Putz, Bürgermeister von Salzweg  /  Frischer-Wind-Salzweg e.V., kommunalpolitischer Wählerverein / Dr. Heinz-Peter Sedlmaier, Ehemaliger Chefarzt des Wegscheider Krankenhauses  / Marieluise Erhard, Lehrerin und Kreisrätin FW / Dr. Maria Domes, Allgemein-Ärztin und ärztliche Psychotherapeutin / Eike Hallitzky, Dipl.Volkswirtschaftler,  Vors. GRÜNE Bayern / Peter Metzger, Pfr. i.R. ehemals Asylbeauftragter der Ev. Kirche in Passau / Dr.Angelika Metzger-Weiser, Allg.Ärztin, „medhilfe-Passau“ / Wolfgang Beier, Vors. Diözesanrat Passau / Gerlinde Graf-Rauch, Vors. Sachausschuss Asyl und Migration des Diözesanrates / Margit Weigl, Sprecherin „Freundeskreis Firmiangut“ / Konrad Preißl, Dipl.Kommunikations-Designer /Hannelore Kohn, Salzweg / Hermann Schoyerer, Gesch.führer B90-GRÜNE – Niederbayern / Johannes Rosenberger, Dipl. Ing. / Jens Oestreicher, Abteilungsleiter Migration & Asyl des Diakonischen Werkes Passau e.V. / Anton Schuberl, Jurist bei der Universität Passau / Bernhard Roos, MdL , SPD / Andrea Barth, Quartiersmanagement Salzweg/ Hermann und Herlinde Geißler, Germannsdorf /  Eberhard Mackuth, Vors. Verein zur Unterstützung behinderter und hilfsbedürftiger Menschen in Rumänien e.V. /

 

 

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Salzweger Hof

Flüchtlinge willkommen!