E-Mobilität in Salzweg

 

Angenehm, umweltfreundlich und leise – in Salzweg rein elektrisch unterwegs...

 

Probefahren mit dem E-Auto auf dem Pfarrfest

Im Rahmen des e-Wald Projekts steht allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Salzweg ein Elektro-Leihauto zur Verfügung. Ziel des Projekts ist der Beweis, dass Elektromobilität im ländlichen Raum möglich ist. Elektroautos fahren kostengünstig, ohne Schadstoffausstoß und leise, aber ist es wirklich die optimale Alternative?

 

Nicole Feldengut, Quartiersmanagerin der Gemeinde, sprach mit Sascha Müller Schriftführer und Chefaktionist von Frischer Wind, der in den letzten Monaten häufig das E-Auto der Gemeinde gemietet hat. Er ist ca. 3.000 Kilometer mit dem E-Auto im ganzen Landkreisgebiet gefahren und hat dabei viel Erfahrung sammeln können.

Nicole Feldengut QM: Welche Erfahrungen konnten Sie mit dem E-Auto machen?

Sascha Müller SM: Als erstes ist mir aufgefallen, wie leise es ist. Dabei hat es eine enorme Beschleunigungskraft. Wenn es mal schnell gehen muss, kann man zügig überholen. Extras, wie z.B. das eingebaute Navigationssystem und die Rückfahrkamera boten mir zusätzlichen Komfort,den ich bisher nicht hatte.

Ach ja, auch das Fahren im Feierabend-Stau am Anger, habe ich entspannter ertragen. Dank des Automatikgetriebes und der nahtlosen Übersetzung brauchte ich nur einen Fuß und das lästige schalten, stoppen , kuppeln, anfahren, bremsen, etc. reduzierte sich - ganz kinderleicht.

QM: Wie klappt das Aufladen?

SM: Ich habe das Auto in der Regel an der Ladesäule aufgeladen, also hatte ich überhaupt keine zusätzlichen Kosten. Und falls ich doch weiter weg war und keine Ladesäule in der Nähe war oder auch beim Zwischenstopp zuhause, konnte ich es einfach an jeder x-beliebigen Steckdose aufladen. Angenehm fand ich auch, dass ich beim „Auftanken“ sicher sein konnte, dass ich nachher keine schmutzigen, nach Benzin oder Diesel stinkende Hände habe.

QM: Wie viel verbraucht das E-Auto der Gemeinde Salzweg?

SM: Mein Selbsttest ergab: Pro Stunde Laden zuhause zieht der Nissan Leaf ca. 2 kWh Strom, was einem Gegenwert von maximal 0,60 € pro Stunde Ladezeit entspricht. Mit Sonnenstrom fährt es sich zudem klimaneutral und umweltfreundlich und - mit eigenen PV-Modulen auf dem Dach - noch deutlich günstiger. Auch ohne zusätzliches Aufladen hatte ich eine Reichweite zwischen 80 und 100 km. Das Auto lädt sich übrigends beim bergabfahren durch die Motorbremse auch teilweise selbst wieder auf.

QM. Gab es auch Nachteile?

SM: An die Bremse bzw. die Bremswirkung musste ich mich erst gewöhnen. Sie reagiert sofort und deutlich.

QM: Ihr Fazit?

SM: Ich konnte mich immer gut auf das Auto verlassen, wusste immer wie weit ich noch fahren kann und bin nie liegengeblieben. Also ein zuverlässiges Auto. Dabei habe ich ein sehr gutes Gefühl im E-Auto: Neben dem guten Komfort und dem sehr angenehmen Fahrverhalten, weiß ich, ich verpeste nicht die Luft der Anwohner, tue etwas für den Klimaschutz und störe ganz bestimmt keine Anwohner oder Nachbarn mehr, falls ich mal frühmorgens oder spätabends unterwegs bin. Denn das Auto bewegt sich praktisch lautlos.

 

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