Salzweger Kulturtage - Die Reaktionen

Die Reaktionen

Hier also Reaktionen, die uns in Folge des PaWo-Artikels erreicht haben. Obacht: da stehen Namen d'runter. Und der jeweilige Autor ist verantwortlich für den Inhalt. Nicht wieder auf Elisabeth losgehen. Sie ist zwar rechtlich für die Seite verantwortlich. Unser Verständnis von Verantwortung ist aber eben, auch andere Meinungen zuzulassen. Sie hier (und auf der ganzen Seite) publiziert zu sehen heißt also nicht, daß der frische Wind als ganzes sich damit indentifiziert. Deshalb schreiben wir die Namen drunter, dort wo es Meinung des Autors ist. Für alle hier veröffentlichten Statements haben wir die Erlaubnis des jeweilgen Autors dazu.

 

13. April 2016

Sind intolerant und voll daneben !
Man kann ja seine Meinung im stillen Kämmerlein an die Wand schreien, aber das, was sie da liefern , grenzt schon an die Zeiten der Christenverfolgung !
Ich bin kein großer Freund der primitiven Kultur, aber ich toleriere sie.

Dipl.-Ing. Wolfgang Manthey, Hauzenberg


 

14. April 2016

Sehr geehrte Frau Sanladerer-Fuchs,

 

als Mitorganisator der Salzweger Kulturtage fühle ich mich durch den oben erwähnten Artikel direkt angesprochen. Ich habe den Festredner Herrn Karl-Heinz Reimeier eingeladen und organisiere das Chorkonzert am 07.05.16.

Ich wende mich persönlich an Sie, statt in einem Leserbrief die durch den Homepage- und Presseartikel ohnehin aufgeheizte Stimmung in der Gemeinde nicht noch anzufeuern. Außerdem bin ich immer für eine sachliche Auseinandersetzung, statt mit Polemik auf Polemik zu reagieren.

Zur Sache: die Auffassungen, was man unter Kultur zu verstehen hat, sind sehr unterschiedlich (man braucht sich nur im Internet zu informieren). Im weitesten Sinn entsteht Kultur immer dort, wo der Mensch gestalterisch tätig wird und seine Umwelt positiv prägt. So ist z.B. unverfälschtes Brauchtum genauso Kultur wie religiöse Traditionen oder Musik, die der Lebenswirklichkeit einer bestimmten Region entspringt. Dies alles als provinziell abzutun, das nur etwas für „Daheim- und Zurückgebliebene„ sei, zeugt von einer Überheblichkeit, die so nicht hingenommen werden kann.

„Fleißige Kirchgänger und brave Trachtler“ sind wahrlich nicht die letzten Deppen in unserer Gemeinde. Es stellt sich die Frage, ob der Verfasser des Artikels sich jemals intensiver mit den von ihm derart herabgewürdigten Akteuren der Kulturtage befasst hat. Hätte er das getan, dann wüßte er auch, dass Herr Reimer nicht nur Mitglied der „Waldlerischen Tanzboden-musi“ ist, sondern als Kreisheimatpfleger des Landkreises Freyung-Grafenau einen äußerst guten Ruf besitzt und dass der „Soizweger Zwoagsang“ durch Funk und Fernsehen weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist. Dann wüsste er auch, dass der gemischte Chor des Liederkranzes durch die Übertragung der Christmette im Bayerischen Rundfunk und im Deutschlandfunk beste Kritiken erhalten hat. Es wäre ihm dann auch nicht entgangen, dass das Konzert der Kreismusikschule immer schon höchsten Ansprüchen genügt. Soviel zur Kritik am Inhalt einzelner Veranstaltungen.

Man muss sich auch ernsthaft fragen, ob der Verfasser des Artikels bedacht hat, wo die Kulturtage stattfinden. Die Gemeinde Salzweg kann man wohl im Ernst nicht mit städtischen oder gar großstädtischen Verhältnissen messen. Dass sich dort andere Möglichkeiten ergeben, liegt auf der Hand.

Es wird kritisiert, dass man sich nichts Fremdes hereinholen möchte, das „fortschrittlich denkende Geister anzieht“, weil man „Fremdes schon im Überfluß in der Gemeinde„ hat. Letzteres ist gelinde gesagt, schon eine Gemeinheit. Der Einsatz der Salzweger im Zusammenhang mit den Asyl-bewerbern zeigt ja deutlich die Aufgeschlossenheit Fremden gegenüber. Hat das der Verfasser des Artikels beim „Fest der Kulturen“, an dem er in so dankenswerter Weise mitgewirkt hat, nicht schon mitbekommen?

Bestreben der Gemeinde war und ist es, die Veranstaltungen der Kulturtage möglichst mit Akteuren der näheren und weiteren Heimat zu gestalten, um zu zeigen, dass auch in unserer Region Kultur geschaffen und gelebt wird. Daraus den Vorwurf der Provinzialität abzuleiten halte ich für nicht gerechtfertigt. Natürlich ist mir auch bewusst, dass dann nicht immer kulturelle Spitzenleistungen geboten werden können. Das ist aber auch nicht das Ziel der Kulturtage. Es gibt gottseidank genügend Möglichkeiten,

an anderer Stelle sich entsprechend zu versorgen (was man meines Erachtens auch jederzeit tun sollte).

Bleibt noch der Vorwurf, die Kulturtage bringen nur, was sowieso im Lauf eines Jahres immer stattfindet. Das ist schlicht und einfach falsch. Auch in diesem Punkt hat sich der Verfasser des Artikels wohl zu wenig informiert.

 

Bei allem Ärger über den Artikel in Ihrer Homepage und der Berichter-stattung in der Presse, man sollte auch etwas Positives damit verbinden.
Damit meine ich, dass es dem „Frischen Wind“ gut anstehen würde mit der Bevölkerung, wie auch immer, in ein Gespräch über heimatliche Kultur zu kommen und dass neben der Kritik aus Ihren Reihen dann auch positive und realisierbare Vorschläge zur Gestaltung künftiger Kulturtage kommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Paul Ilg, Salzweg


17. April 2016

Lieber Koni,
was momentan auf Dich einstürmt, kann ich sehr gut nachvollziehen – 10 Jahre habe ich nach fast jeder Fastenpredigt die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass viele (politische) Zeitgenossen zwischen Satire und real politischem Statement nicht unterscheiden können. Auch Jahre nachdem ich die Kutte des Bruder Johannes an den Nagel gehängt habe, ist mir so mancher zart besaiteter Gemeindepolitiker immer noch beleidigt. Dabei sollte es bei einer Fastenpredigt klar sein, dass es sich hier um Satire handelt. Nun war Dein durchaus bissiger Kommentar zu den Salzweger Kulturtagen nicht ausdrücklich als Satire gekennzeichnet – ob’s viel gebracht hätte, bleibt beim Blick auf die „Kultur – Schützer“ im Werbe - Blatt fraglich.
 
Deine Kritik, dass die Salzweger Kulturtage nicht über das altbekannte und jedes Jahr wiederkehrende hinaus geht,  ist ja berechtigt; aber es wäre doch ein Ansporn und vielleicht ein neues Projekt für uns, auch in die Salzweger Kultur Landschaft „Frischen Wind“ zu bringen?! Ein Jazzabend, eine hintersinnige satirische Mundartband, ein kulturübergreifender Musikworkshop, …. an solchen Beiträgen sollten wir für die Kulturtage 2017 arbeiten. Das „Fest der Kulturen“ ein Beitrag der Kulturtage!?
 
Kultur ist aber auch Traditionelles – man muss nicht immer alles jedes Jahr neu erfinden.
Ich war unter anderem bei den „Frühlingsgrüßen“ des Trachtenvereins Straßkirchen und ich habe diesen Abend, der von unserm 3. Bürgermeister eröffnet wurde, wirklich genossen. Ganz unverkrampft konnte man hier den unterschiedlichen Gruppen zuhören und spüren, dass die Menschen einfach Freude haben miteinander zu musizieren und sich auch wertschätzend gegenseitig zuzuhören.  Ich habe mich an diesem harmonischen Abend im Kreis der Trachtler einfach wohl gefühlt.
Wie man auf dem Pressebild unschwer erkennen kann, sind im Chor der Jungen Kantorei einige Kinder mit Migrationshintergrund mit Begeisterung dabei. Ist es nicht Zeichen von gelungener Integration, dass Kinder, die vor einem halben Jahr ohne Deutschkenntnisse zu uns gekommen sind, im Kinderchor voller Begeisterung Bayrische Lieder singen?!
 
Gewiss steht uns, was Integration und echter Offenheit gegenüber fremden Kulturen betriff, noch ein langer Weg bevor, aber man darf sich getrost an einem Frühlingsabend seiner Wurzeln bewusst sein und sich an „seiner Kultur“ freuen und daraus gestärkt am nächsten Morgen dem Neuen und manchmal Fremden offen entgegen gehen.
 
 
Frische Grüße für einen schönen Sonntagabend
 
Johannes Rosenberger, Straßkirchen


17. April 2016

Hallo,

bin über die PNP/PAWO (lese aber auch andere Medien) auf diesen Artikel
aufmerksam geworden u. habe somit im Netz euere Seite angesehen. Finde
ich sehr gut und kann auch der Satire über die "Kulturtage" nur
zustimmen. Bitte lasst euch auf keinen Fall zu irgendeiner
"Entschuldigung" zwingen. Gerade auf solche Ansichten sind wir in Ndb.
doch angewiesen.
Übrigens ich werde 67 Jahre alt und bin somit kein junger Revoluzzer.

Herzliche Grüße aus Ruhstorf
Hans Schidlhammer


18. April 2016

Liebe Elisabeth, lieber Koni, lieber Johannes,

zunächst war ich total verwirrt, als ich in der Pawo die Kritik des
Herrn Stefan Brandl gelesen habe, der frische Wind zerzaust sozusagen
"unter der Gürtellinie" , mit Genehmigung der Vorsitzenden, das
Kulturprogramm der Gemeinde Salzweg. Ähnlich wie Johannes als
Fastenprediger, fühlte ich mich zurückversetzt in meine Zeit als
Herausgeber des Salzweger Blattl,wo ich für jeden kritischen Artikel
Hiebe abbekam, die teilweise existenzgefährdend waren, weil viele ihre
politische Macht nutzten um mich als Beamten in der Justiz als
"unbrauchbar" hinzustellen und Amtsenthebungsverfahren einleiteten. Ohne
die Unterstützung von Freunden, die mir Mut machten, öffentliche Kritik,
als das wesentliche Merkmal der Demokratie zu verstehen, als
Grundvoraussetzung des Ringens um die bessere Lösung, hätte ich mich
desöfteren eingeschüchtert zurückgezogen.
Deshalb möchte ich Euch danken für Euren Mut kritische
Auseinandersetzung nicht zu vermeiden, andere Perspektiven aufzuzeigen.
um den frischen Wind damit alle Ehre zu machen. Ja, es ist schon
richtig, wenn es dabei so manchem unangenehm kalt wird. In diesem Sinne
freue ich mich mit Euch diesen "Karrren der zu Schmährufen provoziert"
zu ziehen, um neuen Wegen der Kommunikation den Weg zu bereiten. In
diesem Sinne unterstütze ich Euch sehr gerne und grüße ganz herzlich
Günter

Günter Kastenhuber, Salzweg


 

18. April 2016

Leserbrief zu "Salzweger ´Kultur´tage: ein Etikettenschwindel"

 

Liaba Koni,

leider bist du von den Machern der Soizweger Kulturtage net richtig informiert wordn.

Eigentlich waar da Luciano Pavarotti und da Placido Domingo heier vorgsehng gwesn. Da Pavarotti hot aber durch an Engl ausrichtn lassn, dass er liaba im Himme weiter singt und da Placido Domingo mecht liaba in Salzburg als in Soizweg oder Straßkircha auftretn. Deswegn is hoit dann doch da "Straßkirchna Zwoagsang" für de zwoa eigsprunga, aa wenns net ganz so schee singa kinnan wia de zwoa.

De Berliner Symphoniker warn leider aa verhindert oder möchtn tatsächlich liaba in der miefign Luft vo Berlin auftretn als in der guatn Luft - falls net a "Frischer Wind" für dicke Luft sorgt - vo Soizweg und Straßkircha. Ois fast gleichwertign Ersatz hat ma aber dann die Soizweger Rupertibläser engagiern kinna.

Mit de skandalträchtign Regensburgern Domspatzn hat ma liaba koan Kontakt aufgnumma, do san dann de artign Straßkirchna Ministrantn von vornherein erste Wahl gwesn, genauso wia da Straßkirchna Kirchnchor fürs Mariensinga.

Hey, "little Böhmermann", nun möchatst den Artikel nachträglich nur als "bissige Satire" darstelln, drum jetzt Spaß beiseite und einige ernste Sätze hinten drauf!

 

Sehr geehrter Herr Konrad Preißl,

natürlich mögen Sie in mancher Hinsicht zum Teil nicht ganz Unrecht haben und über Musikgeschmack lässt sich ohnehin nicht streiten und diskutieren. Aber:

1. "Wer Bräuche hat, der hat Kultur!" Jede Gemeinde, für die dieser Satz zutrifft, sollte sich glücklich schätzen. Ein derartiger Kulturbegriff ist meiner Meinung nach absolut nicht "heimattümelnd". Oder sollte man vielleicht z. B. die ganze "Halloween-Kultur" als "frischen Wind" gegen den alten Brauch des Martinssingens setzen!?

2. Nicht jede Gemeinde ist imstande, überhaupt mit eigenen Kräften ein Programm wie die Salzweger Kulturtage auf die Beine zu stellen. Darauf könnte man sogar stolz sein statt es fast beleidigend als "inzüchtiges Szenario" zu bezeichnen. Außerdem möchte ich behaupten, dass alle auftretenden Gruppen durchaus eine Qualität bieten, die für eine ordentliche kulturelle Veranstaltung erwartet wird.

3. Ebenso passt es nicht einmal mehr in den Rahmen einer bissigen Satire, die Besucher der genannten Veranstaltungen als "zurück Gebliebene" zu bezeichnen. An dieser Stelle sei z. B. das Mariensingen des Straßkirchner Kirchenchores nicht nur "fleißigen Kirchgängern" und "braven Trachtlern" empfohlen, sondern ganz allgemein allen an "Kultur" Interessierten, z. B. Ihnen, Herr Preißl!

 

Mit freundlichen kulturellen Grüßen

Manfred Bauer, Salzweg

Katha kommt

Salzweger Kulturtage 2017

Schafkopf- Stammtisch


Sa. 04.08.2018 19:00h
Gasthaus Girmindl OT Straßkirchen

94121 Salzweg